Albtäler Radweg

Umleitung

Wegen Bauarbeiten an der A8 ist zwischen Merklingen und Nellingen eine Umleitung eingerichtet.

 

Sechs Höhlen im Ach- und Lonetal sind UNESCO-Welterbe

Dort, wo sich die Schwäbische Alb dem Alpenvorland zuneigt, hat sich vor 40.000 Jahren ein gewaltiger Sprung in der Entwicklung hin zum modernen Menschen ereignet. Im Landkreis Heidenheim, in der Region nahe Ulm und im Alb-Donau-Kreis fing der eiszeitliche Mensch an, figürliche Darstellungen von Tieren und Menschen sowie die weltweit ersten Musikinstrumente zu erdenken und zu erschaffen. Hier, genauer gesagt in mehreren Höhlen im Lone- und Achtal, wurden die ältesten figürlichen Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt.

Die wichtigsten Fundorte sind die im Lonetal gelegenen Höhlen Vogelherd (Niederstotzingen / Landkreis Heidenheim), Bockstein (Rammingen, Öllingen / Alb-Donau-Kreis) und Hohlenstein (Asselfingen / Alb-Donau-Kreis) sowie die im Achtal gelegenen Höhlen Hohle Fels (Schelklingen / Alb-Donau-Kreis), Geißenklösterle und Sirgenstein (Blaubeuren / Alb-Donau-Kreis). Die Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb sind am 9. Juli 2017 auf der 41. UNESCO-Welterbe-Komiteesitzung in Krakau zum Welterbe der Menschheit erklärt worden. Die Höhlen sind als Welterbe-Stätten nun den Pyramiden von Gizeh, der Großen Mauer in China, der Inka-Bergfestung Machu Picchu in Peru oder in Deutschland dem Speyerer Dom sowie den Altstädten von Lübeck und Regensburg gleichgestellt.

Info: Zu den bekanntesten Funden, die in Museen in der Region im Original besichtigt werden können, gehören das Mammut aus dem Vogelherd (Archäopark Vogelherd Niederstotzingen), der Löwenmensch aus dem Hohlenstein (Museum Ulm) und die Venus aus dem Hohle Fels (Urgeschichtliches Museum Blaubeuren).

Diese Skulpturen aus Mammutelfenbein haben ein Alter von rund 40.000 Jahren.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.welt-kultursprung.de.